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Gemeinsam für die Gesundheit der Menschen in Oberösterreich: Die nächsten Schritte im OÖ Gesundheitsplan 2030 werden gesetzt

Die Landeszielsteuerungskommission (LZK) und die OÖ Gesundheitsplattform haben in ihren Sitzungen vom 29. Mai 2026 wichtige Projekte und Vorhaben für die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich genehmigt. Damit werden die nächsten Schritte im OÖ. Gesundheitsplan 2030 umgesetzt.

  1. Versorgungskonzept und eigene Anlaufstelle für Betroffene von Postakuten Infektionssyndromen wie ME/CFS in OÖ
  2. Mensch bleiben bis zuletzt – ALS-Netzwerk OÖ wird ausgebaut
  3. Weiterentwicklung der medizinischen Versorgungslandschaft und Investitionsvorhaben für die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich – MRT für Schärding als weiterer Meilenstein

Die demografische Entwicklung und der medizinische Fortschritt stellen das Gesundheitssystem – nicht nur in Oberösterreich, sondern in allen Bundesländern – vor neue Herausforderungen. Daher ist es entscheidend, laufend die nötigen Weichenstellungen für Vorsorge und Gesundheitsversorgung der Menschen im Land zu setzen. Oberösterreich investiert dort, wo sich die Zukunft des Landes entscheidet, um den Menschen ein gutes und gesundes Leben zu ermöglichen.

Es gilt, gemeinsam die medizinische Versorgung zu sichern und sie darüber hinaus zukunftsfit für künftige Entwicklungen zu machen. In den oö. Gesundheitsgremien Landes­zielsteuerungskommission (LZK) und OÖ Gesundheitsplattform werden daher regelmäßig gemeinsam die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Gesundheitslandes Oberösterreich beschlossen und neue Meilensteine für die Gesundheitsversorgung gesetzt.

„Gesundheit ist für uns das höchste Gut. Und deshalb ist die Gesundheitsversorgung unsere wichtigste Aufgabe. Wir dabei ein großes Ziel: Dass die Menschen in unserem Land gesund und gut leben können, von Anfang an und ein ganzes Leben lang. Wir arbeiten dafür, dass in Zeiten raschen medizinischen Fortschritts und einer immer älter werdenden Gesellschaft die oö. Gesundheitsversorgung gut und stark bleibt, gerade weil wir wissen, dass immer mehr Menschen älter werden. Gemeinsam sichern wir die medizinische Versorgung nicht nur, wir entwickeln sie auch gemeinsam weiter. Dabei haben wir auch das Ziel, schwer und unheilbar kranke Menschen sowie ihre Angehörigen nicht alleinzulassen, sondern sie zu begleiten und zu unterstützen. Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, egal welchen Alters, dürfen darauf vertrauen, dass sie auch dann gut versorgt werden, wenn sie aufgrund einer schweren Erkrankung eine umfassende Betreuung benötigen. Hier setzen wir auf eine noch stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit der Partnerinnen und Partner im Gesundheitswesen“, betont LH-Stellvertreterin und Gesundheits-Landesrätin Mag.a Christine Haberlander.

„Mit den Beschlüssen der Landeszielsteuerungskommission setzen wir als Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) gemeinsam mit dem Land Oberösterreich richtungsweisende Schritte zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in Oberösterreich. Ein besonderes Anliegen ist uns die Investition in die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Denn Gesundheit ist das höchste Gut – daher benötigen unsere Versicherten eine kompetente und verlässliche Gesundheitsversorgung aus einem Guss, insbesondere bei komplexen gesundheitlichen Problemen. Dafür setzen wir auf eine enge Partnerschaft mit unseren Vertragspartnern, dem Land Oberösterreich und den Spitälern, um für jedes medizinische Anliegen den passenden Versorgungspfad sicherzustellen“, betont KommRin Ursula Krepp, Vorsitzende des Landesstellenausschusses der ÖGK in Oberösterreich.

  1. Versorgungskonzept und eigene Anlaufstelle für Betroffene von Postakuten Infektionssyndromen sowie ME/CFS in OÖ

In Oberösterreich wird eine eigene Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) sowie ME/CFS aufgebaut. Den Auftrag dazu hat Gesundheits-Landesrätin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander im Februar erteilt, die konkreten Vorbereitungen laufen. In der heutigen Sitzung der Landes-Zielsteuerungskommission ist der formale Beschluss über die Einrichtung einer gemeinsamen Projektgruppe und über die gemeinsame Finanzierung durch das Land Oberösterreich – im Wege des Oö. Gesundheitsfonds – und die Sozialversicherung gefallen.

„Wir wollen damit in Oberösterreich einen entscheidenden Schritt setzen, um die medizinische und soziale Unterstützung von Patientinnen und Patienten zu verbessern, die nach Infektionskrankheiten an schwerwiegenden Folgeerkrankungen leiden. Wir wissen, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen immens gefordert sind. Daher ist es wichtig, dass alle Systempartnerinnen und -partner an einem Strang ziehen und auch die ME/CFS-Betroffeneninitiative Oberösterreich in die Konzeptionierung miteinbezogen ist, um gesamthaft gute Lösungen zu entwickeln“, sagt Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander.

„Als Österreichische Gesundheitskasse (Österreichische Gesundheitskasse) unterstützen wir den Aufbau einer eigenen Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) sowie ME/CFS in Oberösterreich. Die heutige Beschlussfassung zur Einrichtung einer gemeinsamen Projektgruppe sowie zur koordinierten Finanzierung ist ein wichtiger Schritt. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Land Oberösterreich und allen Systempartnerinnen und -partnern die Versorgung und Unterstützung der Betroffenen nachhaltig zu verbessern und für alle Betroffenen  tragfähige und praxisnahe Lösungen zu schaffen“, unterstreicht KommRin Ursula Krepp, Vorsitzende des Landesstellenausschusses der ÖGK in Oberösterreich.

Netzwerk zur Versorgung geplant

In Oberösterreich sind laut Analysen und Studien zufolge rund 80.000  Menschen von PAIS betroffen, davon rund 12.000 von ME/CFS. In Zusammenarbeit mit der ME/CFS-Betroffeneninitiative Oberösterreich haben bereits erste Vernetzungstreffen mit Vertreterinnen und Vertretern von Ärztekammer, ÖGK, PVA, Rotem Kreuz, Krankenhäusern sowie Landes- und Bundesbehörden stattgefunden, um gemeinsam Lösungsansätze für eine Versorgung zu entwickeln. Die Anlaufstelle soll in ein integriertes Versorgungsmodell – ein Netzwerk – eingebettet sein. Wesentlich dabei ist ein Konnex zum Bereich der sozialen Absicherung, da derzeit viele Probleme der Betroffenen auch in diesem Bereich liegen. Da es bislang keine österreichweit einheitliche Vorgehensweise gibt, wurden bestehende Modelle anderer Bundesländer analysiert. Deren Erfahrungen werden bei der Entwicklung eines oberösterreichischen Modells berücksichtigt.

Geplantes Versorgungsmodell in Oberösterreich mit drei Stufen

Das Modell der Betreuung der Patientinnen und Patienten mit PAIS sowie ME/CFS in Oberösterreich orientiert sich u.a. am Nationalen Aktionsplan PAIS des Bundes sowie an anderen Bundesländern und soll die Elemente Primärversorgung (=Erstanlaufstellen), definierte Spitalsambulanz (Koordinationsstelle) und Forschung (in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Referenzzentrum) enthalten.

Mit Beschluss der Landes-Zielsteuerungskommission wurde nun eine gemeinsame Projektgruppe mit der Planung und Umsetzung des PAIS- bzw. ME/CFS-Versorgungskonzepts sowie der ambulanten Anlaufstelle am Klinikum Wels-Grieskirchen, Standort Wels, beauftragt. Die Finanzierung der Koordinierungsstelle erfolgt zu je 50 Prozent durch die Sozialversicherung und das Land Oberösterreich über den Oö. Gesundheitsfonds. Die weiteren notwendigen Abstimmungen mit dem niedergelassenen Bereich, dem Sozialbereich, der PVA, Betroffeneninitiativen usw. erfolgen in den nächsten Monaten.

  1. Mensch bleiben bis zuletzt – ALS-Netzwerk OÖ wird ausgebaut

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine nicht heilbare, neurodegenerative Erkrankung, die meist mit Lähmungserscheinungen der Extremitäten oder Schluck- und Sprechstörungen beginnt und bis zu Atemversagen führt. Therapien können derzeit nicht heilen, aber durch optimale, multiprofessionelle und über die Systemgrenzen hinweg vernetzte Versorgung kann die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer An- und Zugehörigen oftmals nachhaltig verbessert werden.

2025 wurde daher das Pilotprojekt „ALS-Netzwerk OÖ“ durchgeführt, mit folgenden Zielen:

  • Aufbau eines ALS-Teams am Standort des mobilen Palliativteams Wels als zentrale Ansprech- und Koordinierungsstelle
  • die Etablierung eines fach- und berufsgruppenübergreifenden ALS-Netzwerks
  • laufende Evaluierung.

Diese Ziele wurden erreicht, darüber hinaus wurden (mit Stand Ende 2025) 68 Patientinnen und Patienten aus fast allen Bezirken in das Netzwerk aufgenommen. Das ALS-Netzwerk OÖ soll nun nach und nach weiter ausgebaut werden. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Hospiz- und Palliativfonds.

  1. Weiterentwicklung der medizinischen Versorgungslandschaft und Investitionsvorhaben für die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich – MRT für Schärding als weiterer Meilenstein

Die OÖ Gesundheitsplattform hat in ihrer Sitzung vom 29. Mai 2026 Investitionen in medizinische Großgeräte sowie weitere Vorhaben für die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich genehmigt. Oberösterreich investiert dort, wo sich die Zukunft des Landes entscheidet und stärkt mit weiteren Investitionen die Gesundheitsversorgung, um den Menschen in Oberösterreich die bestmöglichen medizinischen Angebote zur Verfügung zu stellen.

Folgende neue medizinisch-technische Infrastruktur wird umgesetzt*:

  • Klinikum Schärding; Erstanschaffung MRT: 1,3 Mio. Euro

Der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) sieht eine dezentrale, wohnortnahe und patientenfreundliche Versorgung und eine Sicherstellung der Erfüllung der Versorgungsaufträge der Spitäler vor. Durch die Kooperation mit der Sozialversicherung kann die vorhandene Infrastruktur im Spital genutzt werden und es wird die Ausbildung für Radiologinnen und Radiologen verbessert. Die voraussichtlichen Investitionskosten betragen 1,3 Mio. Euro (exkl. bauliche Maßnahmen). Die notwendigen baulichen Maßnahmen erfolgen im Zuge des Masterplans.

„Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Stärkung des Klinikstandorts Schärding und zur Sicherstellung einer modernen, qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Mit der Entscheidung, jedes Krankenhaus mit einem MRT-Gerät auszustatten, bauen wir die diagnostischen Möglichkeiten aus, die wohnortnahe Versorgung wird deutlich verbessert und die Wartezeit auf MRT-Untersuchungen reduziert“, betont LH-Stv. Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander.

„Als Österreichische Gesundheitskasse (Österreichische Gesundheitskasse) begrüßen wir die Investition in ein MRT am Klinikum Schärding, das als Kooperationsgerät mit der Sozialversicherung genutzt wird. Damit wird die wohnortnahe, moderne Diagnostik im Sinne des Österreichischen Strukturplans Gesundheit weiter gestärkt, Wartezeiten werden reduziert und die Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum nachhaltig verbessert“, sagt KommRin Ursula Krepp, Vorsitzende des Landesstellenausschusses der ÖGK in Oberösterreich.

  • Barmherzige Schwestern Ried; Ersatzanschaffung SPECT Kamera: 500.000 Euro

Die bestehende Kamera wurde 2002 angeschafft. Die voraussichtlichen Geräte-Investitionskosten betragen 500.000 Euro.

  • Ordensklinikum Linz GmbH, Elisabethinen; Ersatzanschaffung Coronarangiographie (Projektänderung): Geräte-Investitionskosten inklusive Umbau rund 3 Mio. Euro

Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe

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