Unter dem Motto „Feiern und fordern, mahnen und Musik machen“ – Das Konzert #weare im Musiktheater riss Publikum zu Begeisterungstürmen hin
Ein ausverkauftes Musiktheater Linz, begeistertes Publikum und eine Bühne voller Musik, Inspiration und weiblicher Kraft: Das Konzertformat #weare mit den Poxrucker Sisters als Gastgeberinnen setzte in seiner vierten Auflage ein kraftvolles Zeichen für Gleichberechtigung –und das weit über den Kulturbereich hinaus.
„Starke Stimme, starke Frauen, starkes Land. Wir unterstützen Frauen dabei, ihre Talente selbstbewusst zu nutzen Es erfüllt mich mit großer Freude, dass die Poxrucker Sisters ihr Format #weare ins Musiktheater Linz gebracht und damit ein starkes Zeichen im Vorfeld des Internationaler Frauentag gesetzt haben. Dieser Abend stand für Sichtbarkeit, für künstlerische Qualität und für den Mut, laut zu sein – auch und gerade im Dialekt. Es war wieder sehr schön zu sehen, wenn starke Frauen auf der großen Bühne stehen und ihr großes Talent zeigen“, betont Frauenlandesrätin LH-Stv. Mag. Christine Haberlander.
Den musikalischen Einstieg gestaltete das Frauenstreichquartett des Bruckner Orchester Linz mit dem Scherzo in D-Dur von Emilia Mayer –einer fast vergessenen deutschen Komponistin. Eine unkonventionelle Frau mit immenser Schaffenskraft eröffnete so einen Abend, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft weiblicher Musikgeschichte miteinander verband.
Gemeinsam mit dem Streicherinnen-Ensemble schufen anschließend auch die Gastgeberinnen selbst einen ersten Gänsehautmoment: Mit „So jung kumma nimma zaum“ in eigens arrangierter Version arrangiert von der Oberösterreichischen Cellistin Anna Aigner wurde das Publikum musikalisch willkommen geheißen
„Feiern & Fordern –das wollen wir heute“, betonten die Poxrucker Sisters und freuten sich über die breite Unterstützung diese Initiative aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik.
Allen voran Frauenlandesrätin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander, die in ihren Grußworten betonte: „Musik begleitet uns jeden Tag. Im Büro, im Supermarkt, im Auto – sie ist immer da. Musik kennt keine Grenzen. Und doch müssen wir uns bewusst machen: Frauen sind in der Musik nach wie vor stark unterrepräsentiert. Wir brauchen mehr Frauen in der Musik. Wir brauchen mehr Frauen im Kulturbereich. Aber es macht mich auch stolz, dass es in Oberösterreich so mutige Musikerinnen wie die Poxrucker Sisters gibt, die sich mit Herzblut und großem Einsatz für mehr Gleichberechtigung starkmachen“ , so Haberlander.
Neben dem Frauenbüro des Landes OÖ unterstützen auch das Frauenbüro der Stadt Linz mit Stadträtin Mag. Eva Schobesberger, die Kneidinger-Sisters Anna & Maria vom Kneidinger Center/Skoda Österreich und die kfb OÖ den Konzertabend.
Als Kuratorinnen und Gastgeberinnen luden die Poxrucker Sisters auch dieses Jahr stimmgewaltige, spannende Künstlerinnen aus Oberösterreich und Österreich auf die Bühne und das Publikum ließ sich einfach mitreißen.
Newcomerin Shinade überzeugte mit ihrer warmen Stimme und charismatischen Bühnenpräsenz. Ihre Mischung aus Country-, Folk- und Pop-Elementen im oberösterreichischen Dialekt erwies sich als frischer, authentischer Zugang zur Mundartmusik.
Einen humorvollen und zugleich gesellschaftskritischen Kontrapunkt setzten Die Duetten, die mit ihrem musikalischen Kabarett zwischen Wienerlied und Pop für Lacher ebenso sorgten wie für nachdenkliche Momente.
Für kraftvolle Akzente und Live-Premieren stand Die Mayerin, die gemeinsam mit Special Guest Mintha vor der Pause ihr Duett „Carolina“ präsentierte. Mit der Zeile „Carolina, von Frau zu Frau ich bin für dich da“ wurde der thematische Kern des Abends spürbar – ein musikalisches Zeichen für Zusammenhalt, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung. Das Musiktheater erlebte ein erstes Finale, tanzte, klatschte und sang lautstark mit und wurde von der Bühnenpräsenz mitgerissen.
Zu Beginn des zweiten Teils schuf das Theaterkollektiv Das Schauwerk eine mitreißende szenische Sequenzmit Hexenkraft und Magieals Hommage an das erste Musical, das vor 13 Jahren im Musiktheater Linz aufgeführt wurde. Das Publikum schloss sich ihrer Jahreshauptversammlung enthusiastisch an und es wurde gezaubert gehext und gelacht-bis das Patriachat weg war.
Mit großer künstlerischer Eigenständigkeit folgte Ausnahmetalent Anna Buchegger(aktuell nominiert für drei Amadeus Austrian Music Awards), die Tradition und Avantgarde miteinander verschmelzen ließ. In Duo-Besetzung schafften sie musikalische Höhenflüge, versetzte das Publikum in Staunen ob ihrer Musikalität und stimmlich Vielfalt. Dieses bedankte sich mit tosendem Applaus.
Durch den Abend führte mit ihrer gewinnenden Art Sabine Kronberger. Voll Empathie und feinem Gespür für die Atmosphäre verband sie die verschiedenen Beiträge zu einem großen Ganzen.
Den Bogen zum gemeinsamen Abschluss spannten schließlich die Poxrucker Sisters selbst: Mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Energie, Nähe und musikalischer Authentizität führten sie den Zauber des Abends ungebrochen weiter. „Deafs a bissl mehr sei?“, fragten sie –und die Antwort unmissverständlich: Jo, sicha! Lautstark wurde mitgesungen, geklatscht und getanzt. Beim Finale der Künstlerinnen wurde der Gedanke von #weare – Zusammenhalt statt Konkurrenz – hör- und spürbar. Der Chor „Sie is net ohne…“ hallte durch das Musiktheater und begleitet das inspirierte Publikum wohl bis nach Hause.
„Wir sind einfach überwältigt von diesem Abend. Die Energie vom Publikum, die Kraft und überzeugende Vielfalt dieses Abends und der gegenseitige Support der Künstlerinnen auf und hinter der Bühne haben heuer wieder ein neues Level erreicht“, freuen sich die Poxrucker Sisters.
„Die letzten Monate haben wir intensiv auf diesen Abend hingearbeitet, organisiert, geplant, getüftelt und eingeladen dabei zu sein. Wenn diese Idee von #weare dann so aufgeht und uns die Newcomerin voll Freudentränen umarmt, die Künstlerinnen backstage ‚PoxSis, PoxSis‘ skandieren und das Publikum so eskaliert und den Abend feiert –dann ist das unbeschreiblich und einfachinspirierend. Da bleibt uns nur zu sagen: Danke an alle, die das ermöglicht haben. Von der tollen Organisation des Musiktheaters Linz über die außergewöhnliche Leistung der Technikcrew an diesem einen Tag bis hin zu jeder einzelnen Künstlerin, die hier so abgeliefert haben: Danke für so vü Herzklopfn!“, halten die drei sichtlich gerührt fest.
Das von Virginia Ernst 2018 in Wien initiierte Format zeigte einmal mehr, wie kraftvoll weibliche Stimmen gemeinsam wirken können. #weare 2026 in Linz war nicht nur ein Konzert, sondern ein lebendiges Statement: laut im Dialekt, stark in der Botschaft und nachhaltig in seiner Wirkung. Wiederholung garantiert.
Ein Abend, der nicht nur gehört, sondern gefühlt wurde – und der noch lange nachklingen wird.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe








