Verbesserung der Notfallversorgung durch Ausweitung der Flugzeiten

Gemeinsames politisches Ziel von drent und herent – CSU-Mandatsträger tauschen sich mit oberösterreichischen Mandatsträgern am Rettungsstandort Suben aus

„Man ist froh, wenn man ihn nicht sieht, dennoch vermittelt dieser Rettungshubschrauber ein hohes Maß an Sicherheit“, betont MdL Josef Heisl bei einem Austausch am Rettungsstandort Suben.

Der CSU-Landtagsabgeordnete hatte sich gemeinsam mit MdL Stefan Meyer und Landrat Raimund Kneidinger mit Mandatsträgern aus Oberösterreich, allen voran Landeshauptmann- Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander, sowie den drei Innviertler Landtagsabgeordneten LAbg. Klaus Mühlbacher (Bezirk Braunau), LAbg. Günter Lengauer (Bezirk Ried), LAbg. Florian Grünberger (Bezirk Schärding) in Suben getroffen, um hier das gemeinsame politische Ziel nochmals zu besprechen: Im Fokus der Rettungshubschrauber „Christophorus Europa 3“. So ist die Luftrettung eine tragende Säule in der Notfallversorgung für die gesamten Region.

„Angefangen hat damals alles mit der Frage, ob wir überhaupt einen gemeinsamen Hubschrauber benötigen. Heute ist der Lebensretter aus der Luft für unsere Region nicht mehr wegzudenken“, betont Landrat Raimund Kneidinger. 

Derzeit verfolge man auf beiden Seiten der Grenze – in Niederbayern und Oberösterreich – das gemeinsame Ziel einer Ausweitung der Flugzeiten bis hin zu einem 24-Stunden-Betrieb. Gerade im ländlichen Raum ist die Sicherstellung der Notfallversorgung via Luftrettung essenziell. „Denn letztlich ist es die Versorgungsgeschwindigkeit, die über Leben und Tod entscheidet. Der Rettungshubschrauber ist oft das einzige Mittel, um gerade in ländlichen Regionen schnell am Einsatzort zu sein“, weiß MdL Stefan Meyer. In seiner Funktion als Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags beschäftigt ihn die Thematik gemeinsam mit MdL Josef Heisl als Mitglied im Innenausschuss des Bayerischen Landtags schon seit Beginn der Landtagstätigkeit.

Auch das Land Oberösterreich verfolgt dasselbe politische Ziel – „immerhin geht es um die medizinische Notfallversorgung und die Sicherheit der Menschen hier in der Region“, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander. Sie zeigt sich stellvertretend für die Delegation an oberösterreichischen Mandatsträgern dankbar für die wertvolle grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Die Einsatzteams, gleichermaßen gestellt von Mitarbeitenden der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und ÖAMTC, haben beim Besuch der politischen Delegation Einblick in die Herausforderungen ihrer täglichen Arbeit gegeben und weiter den neuen Rettungshubschrauber vorgestellt: Ein Airbus H135, ausgestattet mit modernster Technik und konzipiert für die notfallmedizinische Versorgung. „Der Hubschrauber ist gerade mal ein Jahr alt und hat rund 350 Flugstunden zu verzeichnen“, zeigt Pilot Florian Blümel das Cockpit.

Auf bayerischer Seite laufe durch das Innenministerium beauftragt ein Gutachten zur Ausweitung der Flugzeiten – „das Ergebnis steht noch aus, aber wir werden uns nach Kräften für eine umfangreichere Notfallversorgung via Luftrettung einsetzen“, betont MdL Josef Heisl. 

Die grenzüberschreitende Kooperation macht die Finanzierung der Flugzeitenausweitung komplex. Während auf oberösterreichischer Seite das Land Oberösterreich die finanzielle Hauptlast stemmt und vorhat, den 24/7 Flug zu beauftragen, ist der bayerische finanzielle Beitrag abhängig von mit den dortigen Krankenkassen zu verhandelnden Tarifen. Die Gutachten zur Ausweitung der Flugzeiten sind daher eine Chance auf bessere Tarife und damit den notwendigen bayerischen Beitrag zum gemeinsamen Vorhaben.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander aus Oberösterreich hält daher fest: „Sollten die laufenden Bedarfserhebungen in Bayern eine Ausweitung der Betriebszeiten am Standort Suben vorschlagen, so wäre dies jedenfalls Rückenwind für das gemeinsame Projekt. Die Vorbereitungen für den 24/7 Betrieb laufen in Oberösterreich aber unabhängig davon bereits Hochtouren – denn wir brauchen diese rund um die Uhr Notfallversorgung für die Menschen in Oberösterreich und in der Grenzregion und werden den Flugbetrieb noch 2026 aufnehmen“, so Haberlander.

Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe