Zugang zum sinnstiftenden Beruf der Elementarpädagogin bzw. des Elementarpädagogen wird in Oberösterreich
mit neuen Ausbildungswegen erweitert
Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf wird das Oö. Kinderbildungs- und -betreuungs-Dienstgesetz an neue, bundesweite Vorgaben angepasst. Damit setzt Oberösterreich ein Bundes-Grundsatzgesetz um und schafft die rechtlichen Voraussetzungen, um zusätzliche Ausbildungswege in der Elementarpädagogik auch auf Landesebene anzuerkennen.
Ziel ist es, den Zugang zu diesem attraktiven Beruf noch einmal zu erweitern, neue Qualifikationswege zu öffnen und damit das Arbeitskräftepotenzial in der Elementarpädagogik nachhaltig zu stärken. So wird es künftig noch mehr qualifizierten Fachkräften ermöglicht, in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen tätig zu werden. Schon jetzt sind mehr als 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Oberösterreichs Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen (KBBE) engagiert. Mit der Umsetzung dieser Novelle sind keine zusätzlichen finanziellen Belastungen für die Gemeinden verbunden.
Künftig gelten auch folgende Ausbildungen als qualifizierender Abschluss für Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen:
- Der Hochschullehrgang „Elementarpädagogik“
- Ein ordentliches Bachelorstudium „Elementarpädagogik“
- Ein außerordentliches Bachelorstudium („Bachelor Professional“) der Elementarpädagogik
Um diese neuen, bundesrechtlich vorgesehenen Ausbildungswege auch in Oberösterreich für den Einsatz als pädagogische Fachkräfte anerkennen zu können, ist eine Anpassung des Landesgesetzes erforderlich. Konkret wird § 4 des Oö. Kinderbildungs- und -betreuungs-Dienstgesetzes um diese Qualifikationen erweitert.
„Durch verbesserte Rahmenbedingungen innerhalb der letzten Jahre, wie etwa einem aktuellen Einstiegsgehalt von mehr als 3.300 Euro für pädagogische Fachkräfte, zusätzlicher Urlaub für pädagogische Assistenzkräfte und mehr Vorbereitungs- und Leitungszeit, erhöhte sich der Personalstand in der Kinderbildung und -betreuung innerhalb von zwei Jahren um 1.715 auf über 13.000 Beschäftigte. So viele wie nie zuvor. Dies zeigt den kontinuierlichen Ausbau des Systems und die Attraktivität des Berufsfeldes. Mit der Anerkennung zusätzlicher Ausbildungswege setzen wir nun einen weiteren wichtigen Schritt, um noch mehr Menschen für diesen sinnstiftenden Beruf zu begeistern“, so LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander.
Diese neuen Ausbildungswege kann man bald in Oberösterreich studieren:
- An der Pädagogischen Hochschule OÖ wird ab Oktober der neue Hochschullehrgang ElementarPRO angeboten. Dieses bietet Assistenzkräften, die bereits mindestens zwei Jahren im Berufsfeld tätig sind, eine Höherqualifizierung zur gruppenführenden Elementarpädagogin bzw. Elementarpädagogen an
- Das neue Grundständige Bachelorstudium Elementarpädagogik wird im Studienjahr 2026/27 erstmals an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz angeboten und qualifiziert zur beruflichen Tätigkeit als Elementarpädagoge in elementaren Bildungseinrichtungen (Krabbelstuben, Kindergärten).
Darüber hinaus kann in Wien der Bachelor Professional studiert werden.
Nach der Beschlussfassung in der Landesregierung am 09. März 2026 wird der Gesetzentwurf dem Oö. Landtag zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe








