Zwei Meilensteine für ABIS: Neue Qualifizierung für die Schule und Erweiterung der Infrastruktur
LH-Stv. Haberlander sieht in wichtigen Weichenstellungen für die Anton Brucker International School „starkes Signal für den Bildungsstandort“
Die Anton Bruckner International School Linz (ABIS) darf sich über zwei bedeutende Meilensteine in ihrer Entwicklung freuen: Die Schule wurde mit der begehrten IB-Continuum-Qualifizierung ausgezeichnet und das Land Oberösterreich hat einen zusätzlichen, temporären Standort fixiert, mit dem die Schulinfrastruktur bereits ab dem kommenden Schuljahr bis zur Fertigstellung des geplanten Neubaus erweitert wird.
„Wir stehen in Oberösterreich für eine Überzeugung: Bildung ist die Chance für junge Menschen, sich für ihre Zukunft zu rüsten. Und die Möglichkeit für jede Einzelne und jeden Einzelnen, seine Talente zu entfalten. Deshalb bekennen wir uns auch ganz klar zur Anton Bruckner International School und zu ihrem weiteren Ausbau“, so Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.
Internationale Spitzenqualifizierung für die ABIS
Der Anton Bruckner International School Linz wurde kürzlich die begehrte IB-Continuum-Qualifizierung verliehen. Nach drei Schulen in Wien und einer in Kärnten ist sie damit erst die fünfte Schule in Österreich, die diese Auszeichnung trägt. Sie ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine durchgängige internationale Ausbildung – vom Kindergarten bis zum International Baccalaureate (IB) Diploma – nach einheitlichen, weltweit anerkannten Bildungsstandards.
Das International Baccalaureate (IB)-Programm wird von der International Baccalaureate Organization (IBO) mit Sitz in Genf verwaltet und genießt weltweit hohes Ansehen. Für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Oberösterreich ist dieses Bildungsangebot von großer Bedeutung: Es ist ein wesentlicher Standortfaktor für internationale Spitzenfachkräfte aus Technik, Forschung, Wissenschaft und Management, die sich mit ihren Familien für Oberösterreich entscheiden. Die ABIS leistet damit einen wichtigen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Landes.
Die Verleihung der IB-Continuum-Qualifizierung bildet den Höhepunkt eines konsequenten Entwicklungsprozesses, der vor mehr als zehn Jahren begonnen hat. Dieser Weg wurde von der gesamten Schulgemeinschaft und dem Trägerverein engagiert vorangetrieben und vom Land Oberösterreich als verlässlichem Partner kontinuierlich unterstützt.
„Eine internationale Schule ist für einen Standort wie Linz weit mehr als ein zusätzliches Bildungsangebot – sie ist ein zentraler Standortfaktor. Eine solche Schule stärkt aber nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich, sie fördert auch Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenzen und unterstreicht die Weltoffenheit sowie Zukunftsorientierung der Region. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur wirtschaftlichen Dynamik und zur langfristigen Attraktivität des Standorts“, betont Haberlander.
Erweiterung der Infrastruktur in der Gerstnerstraße
Die Anton Bruckner International School verzeichnet seit Jahren eine stetig steigende Nachfrage sowie kontinuierlich wachsende Schüler- und Mitarbeiterzahlen. Ausgehend von 42 Kindern im Jahr 2008 wird die Schule im Schuljahr 2026/2027 bereits mehr als 400 Schülerinnen und Schüler betreuen. Dieses starke Wachstum macht auch eine Erweiterung der räumlichen Infrastruktur erforderlich.
Ein neues Schulgebäude innerhalb kurzer Zeit zu realisieren, stellt eine große Herausforderung dar. Gemeinsam mit der Schulgemeinschaft wurden zahlreiche Standorte in Linz und Umgebung geprüft. Das Land Oberösterreich, das der ABIS seit vielen Jahren sämtliche Schulliegenschaften zur Verfügung stellt, evaluierte die verschiedenen Optionen mit dem Ziel, die Schule als geschlossene Gemeinschaft zu erhalten.
Nach intensiven Gesprächen und Verhandlungen steht nun fest, dass die älteren Schülerinnen und Schüler künftig im historischen, frisch renovierten Gebäude der ehemaligen Ringbrotwerke in der Gerstnerstraße unterrichtet werden. Der Standort liegt nur rund 150 Meter vom Bruckner Tower entfernt, der weiterhin Teil des Schulbetriebs bleibt.
Das Projekt folgt einem ambitionierten Zeitplan: Nach Vorliegen aller erforderlichen Genehmigungen sollen die Umbauarbeiten im November beginnen. Bereits im Februar 2027 ist der Bezug der neuen Räumlichkeiten vorgesehen.
„Eine internationale Schule ist ein Must-have für einen Wirtschaftsstandort wie Oberösterreich. Ich freue mich, dass wir mit diesem Ausbau im Bildungsbereich einen wichtigen Baustein zur Attraktivität unserer Region beitragen können, das ist ein starkes Signal für den Bildungsstandort Oberösterreich“, stellt Haberlander klar.
„Wir bedanken uns beim Land Oberösterreich, das uns diesen wichtigen Entwicklungsschritt ermöglicht, sowie bei der gesamten Schulgemeinschaft, die mit ihren Ideen und ihrem Engagement maßgeblich zum Gelingen beigetragen hat“, heißt es seitens der Schulgemeinschaft.
Info:
Die ABIS ist eine Privatschule, betrieben von einem Verein, dem das Land Oberösterreich, die Kreuzschwestern sowie die Wirtschaftskammer Oberösterreich und die Industriellenvereinigung Oberösterreich angehören.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe








