„Technik, Wirtschaft und Forschung benötigen auch Frauen – der Girls’ Day weckt die Neugierde dafür“

Der Girls’ Day ist ein internationaler Aktionstag, der Schülerinnen praxisnahe Einblicke in handwerkliche, technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder ermöglicht. Einen Tag lang lernen sie Arbeitsbereiche in Werkstätten, Büros und Labors kennen. Sie schrauben, sägen, experimentieren und programmieren – und sammeln dabei erste praktische Erfahrungen.

„Wir unterstützen in Oberösterreich Frauen, ihre Talente selbstbewusst zu nutzen. Der Girls’ Day öffnet jungen Mädchen Türen zu zukunftsweisenden Ausbildungs- und Berufswegen. Bei diesem inspirierenden Aktionstag erhalten Teilnehmerinnen aus ganz Oberösterreich spannende Einblicke in die Welt von Naturwissenschaft und Technik. Sie experimentieren, probieren selbst aus und entdecken die vielfältigen Möglichkeiten von Technologie und Handwerk. Die natürliche Neugier der Mädchen ist ein wertvolles Potenzial, das gezielt gefördert werden muss. Gerade vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt ist es von zentraler Bedeutung, dass Mädchen frühzeitig Kompetenzen im Umgang mit neuen Technologien entwickeln“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Die Ziele der Initiative:

  • Mädchen für bislang wenig bekannte Berufs- und Studienfelder zu interessieren
  • Stereotype Rollenbilder zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen
  • Eltern, Schulen und Unternehmen für das Potenzial junger Frauen zu sensibilisieren
  • Betrieben die Möglichkeit zu geben, interessierte Mädchen kennenzulernen.

„Wir können es uns nicht leisten, wegen falscher Rollenbilder das ungeheure Potential von Frauen zu verlieren.  Beruflich wie privat sollen sich Frauen in Oberösterreich selbst verwirklichen können und selbstbewusste Entscheidungen treffen. Der Girls‘ Day ist dafür seit Jahren ein sehr wichtiger Impulsgeber, denn Technik, Wirtschaft und Forschung benötigen auch Frauen“, betont Haberlander.

Girls’ Day in Oberösterreich: starke Zahlen, starke Wirkung
In Oberösterreich wird der Girls’ Day als mehrtägige Initiative für unterschiedliche Zielgruppen umgesetzt. Der zentrale Aktionstag am 23. April 2026 richtet sich an Schülerinnen der 3. und 4. Klassen von Mittelschulen und AHS.

Die Eckdaten 2026:

  • 153 Betriebe, Institutionen und HTLs
  • 1.347 verfügbare Plätze
  • 973 teilnehmende Mädchen aus 95 Schulen

Die Angebote sind vielfältig: vom Arbeiten mit elektrischen Schaltungen über die Fertigung von Werkstücken aus Metall und Holz, Tätigkeiten im Labor bis hin zur Softwareentwicklung und dem Austausch mit Lehrlingen.

Orientierung für die Berufswahl
Die Entscheidung für einen Beruf oder ein Studium zählt zu den zentralen Weichenstellungen im Leben. Der Girls’ Day unterstützt Mädchen dabei, unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und eigene Interessen sowie Stärken besser einschätzen zu können.
Er bietet die Möglichkeit, technische und handwerkliche Berufe aus nächster Nähe zu erleben und Einblicke in Ausbildungswege zu gewinnen. Eigenschaften wie Kreativität, Genauigkeit, handwerkliches Geschick, Verlässlichkeit und Teamfähigkeit sind in vielen Berufsbildern gefragt – unabhängig vom Geschlecht.

Fortbildung für Pädagoginnen und Pädagogen
Begleitend wurde auch 2026 ein Fortbildungsangebot umgesetzt. Dr.in Susanne Oyrer BEd vermittelte im Rahmen der Weiterbildung „Forschendes Lernen – Förderung von Mädchen in naturwissenschaftlichen Fächern“ praxisnahe Ansätze zur Unterstützung von Mädchen im MINT-Bereich.

Breite Partnerschaft als Erfolgsfaktor
Der Girls’ Day ist eine Initiative von LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander und dem Frauenreferat des Landes Oberösterreich in Kooperation mit WKOÖ, IVOÖ,  AMS OÖ,  AK OÖ, ÖGB Frauen, Bildungsdirektion des Landes OÖ und Jugendreferat.

Die Umsetzung erfolgt durch die Education Group, die Bildungsagentur des Landes Oberösterreich. Nähere Infos unter: www.girlsday-ooe.at

Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe