Nach rundem Tisch starten Vorbereitungen für eigene Anlaufstelle für Betroffene von Postakuten Infektionssyndromen (PAIS) wie ME/CFS
Auftrag durch Gesundheitsreferentin erteilt, Planungen laufen an – Austausch mit Betroffenen und Angehörigen spielt wichtige Rolle
Gemeinsam mit der ME/CFS-Betroffeneninitiative Oberösterreich haben bereits zwei Vernetzungstreffen stattgefunden, an denen die unterschiedlichen Systempartnerinnen und -partner aus dem Gesundheitswesen – darunter Vertreterinnen und Vertreter der Ärztekammer, der Österreichischen Gesundheitskasse, der Pensionsver-sicherungsanstalt, vom Roten Kreuz, der Krankenhäuser, des Ministeriums und der Abteilung Gesundheit des Landes OÖ – teilgenommen haben, um gemeinsam Wege zu einer Verbesserung der Versorgungssituation von PAIS-Betroffenen in Oberösterreich zu finden.
Oberösterreich bekommt deshalb eine eigene Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS). Darunter werden Krankheitsbilder wie beispielsweise das Post-COVID-19-Syndrom oder das Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) zusammengefasst. Landeshauptmann-Stellvertreterin Gesundheits-Landesrätin Mag.a Christine Haberlander hat den Auftrag zur Errichtung dieser Anlaufstelle erteilt. Die Planungen durch Expertinnen und Experten sind bereits angelaufen.
Es gibt leider keine österreichweit einheitliche Vorgehensweise, daher ist jedes Bundesland in der Entwicklung auf sich selbst gestellt. Oberösterreich wird daher die bereits bestehenden Angebote und Konzepte in einzelnen Bundesländern besuchen und analysieren. Ein Vorbild für die Orientierung wird die Steiermark sein. Ziel ist es jedenfalls, eine gezieltere Versorgung von PAIS-Betroffenen in unserem Bundesland zu ermöglichen.
„Wir wissen, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen immens gefordert sind. Uns alle eint, dass wir in Oberösterreich die Situation verbessern wollen. Dabei ist wichtig, alle Systempartnerinnen und -partner miteinzubeziehen, gesamthaft Lösungen zu entwickeln. Deshalb wollen wir einen entscheidenden Schritt setzen, um die medizinische und soziale Unterstützung von Patientinnen und Patienten zu verbessern, die nach Infektionskrankheiten an schwerwiegenden Folgeerkrankungen leiden. Besonders wichtig ist mir, dass wir uns dabei an den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Angehörigen orientieren und nicht am Ziel vorbeiplanen. Daher wird auch die ME/CFS-Betroffeneninitiative Oberösterreich in die Konzeptionierung eingebunden“, betont Gesundheitsreferentin Christine Haberlander.
„Wir wissen aber von Expertinnen und Experten, dass das Erkennen und Behandeln von PAIS eine große Herausforderung darstellen. Auch von Seiten der Forschung wird es noch weitere Anstrengungen brauchen, um Betroffenen umfassend helfen zu können.“, ergänzt Haberlander.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe








