Gesundheits-Landesrätin LH-Stellvertreterin Haberlander appelliert: „Gefahren eines Zeckenbisses nicht unterschätzen – Möglichkeit der FSME-Schutzimpfung frühzeitig nutzen“
Jetzt ist die vergünstigte FSME-Impfung bei vielen Bezirkshauptmannschaften und Magistraten erhältlich
Ganz Österreich ist ein Hochrisikogebiet für FSME, die Frühsommer-Meningoencephalitis. Besonders stark betroffen ist Oberösterreich. Hervorgerufen wird FSME durch Viren, die bei einem Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden können. Ein wirksamer und sicherer Schutz ist die FSME-Impfung, die ab dem ersten Lebensjahr zugelassen ist. Das Land Oberösterreich hat daher auch heuer wieder für vergünstigte FSME-Impfungen bei den öffentlichen Impfstellen in den meisten Bezirkshauptmannschaften und Magistraten gesorgt.
„Einzig zuverlässiger Schutz vor FSME ist die Impfung. 2025 mussten in ganz Österreich 132 Personen aufgrund von FSME im Krankenhaus behandelt werden, fast die Hälfte von ihnen hat sich in Oberösterreich infiziert. Die Impfung wird in ganz Österreich als FSME-Hochrisikogebiet allgemein empfohlen. Darum appelliere ich an alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die Gefahren eines Zeckenstichs nicht zu unterschätzen und die Möglichkeit der Zeckenschutzimpfung frühzeitig zu nützen. Vergünstigte FSME-Impfungen gibt es bei vielen Bezirkshauptmannschaften und Magistraten – solange der Vorrat reicht. Selbstverständlich impfen auch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte gegen FSME“, so Gesundheits-Landesrätin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.
„FSME kann durch den Befall des zentralen Nervensystems sehr schwerwiegend verlaufen und langanhaltende neurologische Folgeschäden verursachen, in seltenen Fällen sogar zum Tod führen. Im vergangenen Jahr mussten in Oberösterreich mehrere Kinder wegen schwerer FSME im Krankenhaus behandelt werden. Die FSME-Impfung bietet einen äußerst wirksamen Schutz. Da es zudem keine ursächliche Behandlungsmöglichkeit der FSME gibt, wird die Impfung allen Personen nach Vollendung des ersten Lebensjahrs empfohlen. Wer noch nicht geimpft ist oder die Auffrischungsimpfungen vernachlässigt hat, sollte dies so schnell wie möglich nachholen. Die Impfung ist gut verträglich, eine Infektion kann dagegen gefährliche Folgen haben“, rät Dr.in Elisabeth Bischof von der Abteilung Gesundheit des Landes zu einer Überprüfung des FSME-Impfstatus der ganzen Familie.
Nach der Grundimmunisierung sind zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes regelmäßige Auffrischungsimpfungen notwendig. Die erste Auffrischung ist nach drei Jahren empfohlen, danach alle fünf Jahre bzw. für über 60-Jährige alle drei Jahre. In den letzten Jahren hat sich der Beginn der Saison mit FSME-Fällen auf März/April vorverlagert. Daher sollten die Grundimmunisierung und weitere Impfungen möglichst früh im Jahr erfolgen. Durch die FSME-Impfung konnten in Österreich in den vergangenen 25 Jahren mehr als 10.000 potenziell lebensgefährliche Erkrankungen mit Spitalsaufenthalten und 80 Todesfälle verhindert werden. Das ergab eine Auswertung öffentlicher Daten durch Expertinnen und Experten der MedUni Wien.
FSME-Impfung bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und in öffentlichen Impfstellen
Die FSME-Impfung wird von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in den Ordinationen angeboten. Bis zum 31. August 2026 sind FSME-Impfstoffe in den Apotheken zu vergünstigten Preisen erhältlich.
Im Rahmen der zeitlich begrenzten FSME-Impfaktion an vielen Bezirkshauptmannschaften und Magistraten trägt das Land Oberösterreich u.a. das Impfhonorar für die FSME–Kinderimpfungen. Nähere Informationen zu Impfterminen und -zeiten sind auf den Websites der jeweiligen Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate zu finden.
FSME-Schutzimpfung Kosten vor Ort zu bezahlen Gesamtkosten nach Abzug
4,80 Euro
ÖGK-Impfkostenzuschuss
Erwachsene und Jugendliche 17,00 Euro 12,20 Euro
ab dem 15. Geburtstag
(Impfstoffkosten + Arzthonorar)
Kinder und Jugendliche 15,00 Euro 10,20 Euro
bis zum 15. Geburtstag
(nur Impfstoffkosten)
Ab dem 3. Kind 4,80 Euro kostenlos
Infos zum Zeckenstich und Video-Anleitung zur Zeckenentfernung auf www.wobinichrichtig.at
Wer sich im Wald, Gebüsch oder auf einer Wiese aufhält, kann leicht mit Zecken in Berührung kommen. Nicht jede Zecke überträgt Krankheiten, man sollte sie aber trotzdem rasch entfernen. Ein Zeckenstich ist in der Regel nicht schmerzhaft. Man bemerkt ihn erst, wenn man die Zecke entdeckt. Daher sollte man nach einem Aufenthalt im Freien so bald wie möglich Kleidung und Körper auf Zecken untersuchen. Infos zu Zeckenstichen (in acht Sprachen) und eine Video-Anleitung zur richtigen Zeckenentfernung findet man auf www.wobinichrichtig.at > Krank? So helfe ich mir.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe








