LH-Stellvertreterin Christine Haberlander für
Oberösterreich beim europäischem Leaders Meeting
in Bilbao: „Ein starkes Europa braucht starke Regionen
LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander hat Landeshauptmann Thomas Stelzer bei einem Arbeitstreffen in Bilbao vertreten. Der Besuch in Spanien stand ganz im Zeichen der industriellen und innovativen Zukunft Europas – mit den Schwerpunkten auf Künstlicher Intelligenz, Quantentechnologien, Clean Tech und Bio Health.
Den Schwerpunkt bildete die Teilnahme am internationalen Leaders Meeting „Fit for the future“, bei dem 14 starke und innovativste Regionen Europas wie Katalonien, Baskenland (beide ESP), Lombardei (ITA) oder Flandern (BEL) über die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und strategischer Autonomie diskutierten. In ihren Statements machte Haberlander deutlich, dass Europas Stärke insbesondere in klaren
regionalen Profilen und in der engen Verzahnung von Forschung, Industrie und Innovation liegt.
„Spitzenleistungen entstehen durch Spezialisierung und klare Zielsetzungen. Gerade im internationalen Wettbewerb müssen Regionen jene Bereiche besetzen, in denen sie echte Exzellenz entwickeln können. Oberösterreich setzt bewusst auf den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz und neuen Schlüsseltechnologien in Industrie und Medizin – dort, wo unser starkes industrielles Know-how den entscheidenden Unterschied macht“, so LH-Stv. Mag.a Christine Haberlander.
Die Quintessenz der zum Abschluss des Leaders Meeting unterzeichneten „Gemeinsamen Erklärung von Bilbao“ lautet: „Ein starkes Europa braucht starke Regionen, denn starke Regionen schaffen starke Wertschöpfungsketten.“ Die Erklärung soll den Vertretern der EU-Kommission die Herausforderungen der Regionen, aber auch die großen Chancen für die Regionen vermitteln, um einen Standort wie Oberösterreich zu stärken und den Wohlstand zu sichern.
Die Deklaration fordert eine stärkere Rolle der Regionen bei der europäischen Industrie-, Innovations- und Wettbewerbsagenda und legt einen klaren Fokus auf Kooperation, Exzellenz und nachhaltige Wertschöpfung. Sie erteilt der geplanten Zentralisierung der EU-Fördermittel eine klare Absage und will die bessere Vernetzung der Regionen vorantreiben.
Ein ganz wesentlicher Punkt ist zudem auch die Stärkung der technologischen Souveränität Europas, etwa bei Halbleitern, KI oder Biotechnologie, durch europäische Produktionskapazitäten und resiliente Lieferketten sowie gemeinsame
Investitionsinstrumente.
Klar ist nach der Teilnahme Leaders Meeting und dem intensiven Austausch mit den Vertretern der Regionen jedenfalls: Oberösterreich braucht sich im Vergleich sicher nicht zu verstecken, sondern hat sich in den Bereichen Künstlicher Intelligenz, Quantentechnologien, Clean Tech oder Bio Health eine gute Position geschaffen. Nun geht es darum, dass durch gezielte Förderprogramme innovative Forschungsprojekte und enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt werden und dadurch führende KI-Anwendungen in der Industrie, Medizin oder Mobilität entstehen.
Oberösterreichische Experten im Fokus
Bereits im Vorfeld der Konferenz setzte der Arbeitsbesuch inhaltliche Akzente: Bei der Besichtigung des IBM-Basque Country Quantum System Two in San Sebastián erhielt die oberösterreichische Delegation Einblicke in die internationale Spitzenforschung im Bereich Quantencomputing – ein Zukunftsfeld mit hohem Potenzial für Industrie, Medizin und Mobilität. Ergänzt wurde das Programm durch fachlichen Austausch, Site-Visits und Vernetzung mit internationalen Expertinnen und Experten.
Am Konferenztag selbst brachten oberösterreichische Fachexperten ihre Expertise in den Themenfeldern Clean Tech, KI & Quanten sowie Bio Health ein: Johann Erler, Inhaber von Panora Systems und Bereichssprecher vom Cluster für Umwelttechnik, Robert Wille, Professor an der Uni München und Wissenschaftlicher Leiter von Software Competence Center Hagenberg sowie ein echtes Schwergewicht im Bereich Quanten Computing, sowie Martin Zauner, Studiengangsleiter Medizintechnik der FH Oberösterreich.
Mit der Teilnahme am Leaders Meeting unterstreicht Oberösterreich seinen Anspruch, sich aktiv an der Gestaltung der industriellen und technologischen Zukunft Europas zu beteiligen und europäische Kooperation als Schlüssel für nachhaltigen Wohlstand zu nutzen.
Infos zum Netzwerk:
Das Netzwerk „Power Regions of Europe“ wurde im Jahr 2024 gegründet, die Auftaktkonferenz fand in Antpwerpen statt. Neben Oberösterreich bildeten Flandern (Belgien), Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen (Deutschland), das Baskenland und Katalonien (Spanien), die französischen Regionen Auvergne-RhôneAlpes und Hauts-de-France sowie aus Italien die Lombardei die Gründungsmitglieder. Mittlerweile zählen weitere Regionen wie Helsinki (Finnland), Wallonien (Belgien), Navarra (Spanien), Grand-Est (Frankreich) oder Westpommer (Polen) zum Netzwerk.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe








