Neue Lehrberufe: Oberösterreichs Berufsschulen sind gerüstet
Die Lehre ist in Oberösterreich ein Erfolgsmodell: Wer eine Lehre absolviert, ist am Arbeitsmarkt gefragt, und zwar im nationalen als auch im internationalen Vergleich. Um die duale Ausbildung mit Theorie in der Berufsschule und Praxis im Betrieb werden wir von vielen Ländern beneidet.
Unsere oö. Berufsschulen haben dementsprechend einen ausgezeichneten Ruf, aber wir wissen auch, wer aufhört besser sein zu wollen, hört auf gut zu sein. Unsere Fachkräfte von morgen müssen für die Herausforderungen einer sich verändernden Welt gerüstet sein. Die Lehrlingsausbildung muss nicht nur modern und zeitgemäß sein, sondern auch den Bedürfnissen unserer Industrie gerecht werden.
Und genau da setzt auch die Industriestrategie vom Bundesministerium für Wirtschaft an: „Wir setzen zur Stärkung des qualitativen und quantitativen Fachkräfteangebots im Bereich der Industrie in der Lehre Schwerpunkte im Bereich der Schlüsseltechnologien mit neuen Lehrberufen und fördern gezielt die Qualifizierung von Beschäftigten in der Industrie“, heißt in der kürzlich präsentierten Industriestrategie, in der neun Schlüsseltechnologien für Österreich definiert werden.
Die 22 Berufsschulen in Oberösterreich mit mehr als 24.000 Schülerinnen und Schülern sind für diese geplanten Maßnahmen des Bundes jedenfalls gut gerüstet:
- Heuer sind Ausgaben im Berufsschulbereich in der Höhe von insgesamt rund 32 Mio. Euro vorgesehen. Rund 23 Mio. Euro werden in die Ausstattung und den Betrieb der Berufsschulen sowie in die fortschreitende Digitalisierung des Unterrichts investiert – schon jetzt ein essenzieller Schritt für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte berufliche Ausbildung.
- Weitere 9 Mio. Euro sind 2026 für Großprojekte, kleinere Bauvorhaben und die laufende Instandhaltung unserer Berufsschulen vorgesehen.
Vor Kurzem wurde das Bauprojekt an der Berufsschule Freistadt erfolgreich abgeschlossen. Mit neuen Bauhofhallen, einem sanierten Internat und einem modernen Turnsaal verfügt der Standort nun über optimale Bedingungen für die Ausbildung unserer Lehrlinge.
Im Bau befindet sich derzeit das Kompetenzzentrum Farbe am Schulstandort Kremsmünster. Durch die Bündelung bisher auf mehrere Standorte verteilter Bereiche entsteht hier ein starker, moderner Bildungsstandort, der ab dem Schuljahr 2026/207 in Betrieb geht.
Im Jahr 2026 starten auch die Bauarbeiten an der Berufsschule Linz 3. Dort entsteht ein zeitgemäßer Labortrakt für die Chemieausbildung – geplant in enger Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen und Pädagogen, um praxisnahes Lernen bestmöglich zu unterstützen.
„Mit der Industriestrategie setzen wir konsequent auf Produktion, Innovation und Schlüsseltechnologien – und dafür braucht es die richtigen Qualifikationen. Deshalb entwickeln wir bestehende Lehrberufe gezielt weiter und machen sie zukunftsfit: In der Informationstechnologie sollen Themen wie Künstliche Intelligenz in der Ausbildungsordnung deutlich stärker abgebildet werden; in der Labortechnik können modulare Schwerpunkte – etwa in Richtung Life Sciences
– zusätzliche Perspektiven eröffnen. Oberösterreich ist dabei schon heute ein starker Partner und ein Vorzeigebundesland bei modernen Lehrlingsangeboten. Das Land Oberösterreich wird daher selbstverständlich in die Weiterentwicklung der Lehrberufe eng eingebunden,“ so Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer.
„Bildung ist die Chance für junge Menschen, sich für ihre Zukunft zu rüsten. Dem tragen wir in Oberösterreich Rechnung: Diese Investitionen ermöglichen schon jetzt eine Modernisierung und Sanierung der Berufsschulen, die Digitalisierung des Unterrichts und eine zukunftsorientierte Ausstattung der Standorte. Kurz gesagt, sie ermöglichen eine attraktive, hochwertige und praxisnahe Ausbildung – eine Investition in die Fachkräfte von morgen“, so LH-Stellvertreterin und Bildungsreferentin Mag.a Christine Haberlander.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe








