Sprachförderung im Kinderland wird weiter professionalisiert: Die „Mobile Sprachberatung“ startet mit 1. September in den oö. Kindergärten
„Wir nehmen die steigenden Zahlen an ‚außerordentlichen Schülern‘ sehr ernst und versuchen mit verschiedenen Maßnahmen schon im Kindergarten gegenzusteuern“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.
So startet mit dem neuen Kindergartenjahr im Kinderland OÖ die „Mobile Sprachberatung“. Ab sofort werden acht Sprachberaterinnen in die Einrichtungen vor Ort kommen, um das dortige Personal zu beraten und bei der Qualitätsentwicklung in der Sprachförderung unterstützen. Das sorgt für einen Qualitätsschub und weitere Professionalisierung der frühkindlichen Sprachförderung.
„Maßnahmen zur Sprachförderung sind in allen Bereichen wichtig, denn Sprache ist der Schlüssel, damit Integration gelingt. Es ist uns ein großes Anliegen, dass Oberösterreich allen Kindern die besten Chancen für ihre Zukunft bietet, deshalb setzen wir mit den Maßnahmen schon bei den Kleinsten an“, betont Haberlander.
Mit der Mobilen Sprachförderung wird das bestehende Sprachfördermodell mit 1. September zu einem 4-Säulen-Modell weiterentwickelt und sichert eine qualitätsvolle, nachhaltige sprachliche Bildung in der pädagogischen Praxis und unterstützt die Teams bei der Erweiterung ihrer Kompetenzen und Handlungsstrategien.
Sprachberater wurden bereits engagiert
Die Personalsuche der mobilen Sprachberaterinnen ist längst erfolgreich abgeschlossen worden. Wir freuen uns, dass wir aus zahlreichen Bewerberinnen acht motivierte, erfahrene und top ausgebildete Pädagoginnen finden konnten, die nach einer dreiwöchigen, intensiven Einschulungsphase ab 1. September in den Regionen starten werden.
„Das zukünftige oberösterreichische 4-Säulenmodell mit der mobilen Sprachberatung in den Einrichtungen vor Ort ermöglicht es, differenziert auf die unterschiedlichen Sprachkompetenzen der Kinder einzugehen, sowie deren Lernerfolg zu sichern und die Professionalisierung der Fachteams in den Einrichtungen zu forcieren. Es freut mich, dass dieses neue System der mobilen Sprachberatung mit Beginn des neuen Kindergartenjahres startet“, betont LH-Stv. Christine Haberlander.
„OÖ plant damit für das Kindergartenjahr 2025/26 Gesamtinvestitionen in die Sprachförderung von bereits mehr als 10 Mio. Euro. Weil es ist uns ein Anliegen ist, dass Oberösterreich ein Land ist, das allen Kindern die besten Chancen für Ihre Zukunft bietet“, resümiert Haberlander.
Die Sprachförderung im Kindergarten selbst erfolgt grundsätzlich alltagsintegriert durch das pädagogische Personal und auch die Kommunikation der Kinder untereinander innerhalb der Kindergartengruppen ist wertvoll und wichtig für den Spracherwerb.
Dazu kommen eben vier Säulen der zusätzlichen Sprachförderung, es sind dies Sprach-Fit-Kindergärten, das spezielle Fortbildungsangebot für das Personal, die Sprach-Fit-Beauftragten und nun eben auch noch die Mobile Sprachberatung:
- Sprach-Fit-Kindergärten: 430 (und somit mehr als die Hälfte aller Kindergärten in OÖ) solcher Sprach-Fit Kindergärten gibt es bereits in Oberösterreich und aktuell kommen dort fast 650 zusätzliche Sprachförderkräfte als erste Säule in ganz OÖ unterstützend zum Einsatz.
- Ein spezielles und umfassendes Fortbildungsangebot: Steht allen Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung und wird stark nachgefragt.
- Sprach-Fit-Beauftragte: Ist der Hauptverantwortliche eines Sprach-Fit-Kindergartens, der die frühe sprachliche Förderung verankert und im Blick hat.
- Mobile Sprachförderung: Acht Sprachberaterinnen, die das Personal vor Ort beraten und für eine weitere Professionalisierung sorgen.
Fotos: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe