Kinderimpfung: 12.700 5- bis 11-Jährige in OÖ geimpft

Noch vor Weihnachten: viele Impfmöglichkeiten in den Kinderimpfstraßen des Landes OÖ und bei vielen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten
Umfangreiches Beratungs- und Aufklärungsangebot

Unmittelbar nach Zulassung des Impfstoffes für 5- bis 11-Jährige durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA und der Impfempfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) in Österreich sind in Oberösterreich die Impfungen für Kinder mit einem breiten Angebot in eigenen Impfstraßen des Landes gestartet. Auch die niedergelassenen Hausärztinnen und -ärzte sowie die Kinderärztinnen und -ärzte bieten die Corona-Schutzimpfung für Kinder an. Bisher haben in Oberösterreich mehr als 12.700 Kinder zwischen fünf und elf Jahren zumindest eine Dosis der COVID-19-Schutzimpfung erhalten (Impfquote 1. Dosis 12,1 %).

Die von Beginn an eigens eingerichteten Kinderimpfstraßen ermöglichen ein besonders sensibles Vorgehen, eine möglichst angenehme Umgebung und ein Umfeld, das die Bedürfnisse von Kindern und deren Eltern bzw. Begleitpersonen berücksichtigt.

„Herzlichen Dank an alle, die sich um eine kindgerechte Gestaltung der Impfstandorte und eine angenehme Atmosphäre bemühen – von den beratenden und impfenden Ärztinnen und Ärzten bis hin zum unterstützenden Personal und den CliniClowns. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag, dass die COVID-19-Schutzimpfung für die Kinder gut angenommen wird. Die Impfung ist der wirksamste Schutz gegen einen schweren Verlauf der Krankheit, auch bei Kindern. In den Kinderimpfstraßen ist sichergestellt, dass die impfenden Ärztinnen und Ärzte ausreichend Zeit für die Fragen der Eltern und Erziehungsberechtigten und vor allem für unsere Jüngsten haben“, so LH-Stv.in und Gesundheitslandesrätin Mag.a Christine Haberlander.

„Auch Kinder können durchaus sehr schwere Verläufe von COVID-19 haben. Bei uns im Krankenhaus haben wir schon viele Kinder stationär aufgenommen, einige auch auf der Intensivstation. Auch Long Covid ist bei Kindern genauso ein Thema wie bei den Erwachsenen. Die Kinderschutzimpfung wurde mittlerweile in den Ländern, in denen sie bisher zugelassen wurde, millionenfach angewendet. Sie wird allgemein sehr gut vertragen. Es können leichte Schmerzen an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder Kopfschmerzen auftreten, das ist aber sehr selten“, berichtet Kinderarzt Primar Dr. Dieter Furthner, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck, der selbst bereits mehr als 300 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren geimpft hat.

Bis Jahresende noch 6.800 freie Impftermine für Kinder

Allein in den kommenden drei Tagen (17./18./19.12.) stehen an elf verschiedenen Standorten im ganzen Bundesland Kinderimpftermine zur Verfügung. Bis Jahresende sind noch rund 6.800 Impftermine für Kinder (Stand 14.12.) frei und auf der Buchungsplattform www.ooe-impft.at buchbar.

Impfungen für ordinationsfremde Kinder bei über 120 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten – Übersicht auf ÄK-Seite

Auch die niedergelassenen Hausärztinnen und -ärzte sowie die Kinderärztinnen und –ärzte bieten die Corona-Schutzimpfung für Kinder an und stehen für Fragen natürlich gerne als kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung. Eltern und Erziehungsberechtigte werden gebeten, dazu direkt mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt Kontakt aufzunehmen. Wer keine Kinderfachärztin / keinen Kinderfacharzt bzw. keine Hausärztin/ keinen Hausarzt hat oder diese/r keine COVID-19 Schutzimpfungen durchführen, kann sich an eine von mehr als 120 Ordinationen mit Impfangebot für ordinationsfremde Kinder wenden. Alle Informationen zu Kontaktmöglichkeiten und Öffnungszeiten werden täglich aktualisiert und sind auf der Website der Ärztekammer Oberösterreich zu finden unter www.aekooe.at/patienten/covid-19-impfordinationen

Kinder- und Jugendimpfungen im schulischen Umfeld

Von der Bildungsdirektion in Zusammenarbeit mit dem OÖRK und den Gemeinden wurden zahlreiche eigenständige Impfaktionen im Schulbereich organisiert und durchgeführt. Dieses Angebot wurde zuletzt mit einem OÖ-Impfbus verstärkt, der in diesen Wochen Schulzentren anfährt und dort Beratungen und Impfungen anbietet.

Aufklärungsoffensive mit oö. Schulärztinnen und Schulärzten, Hotline und neuer Landingpage

Von der oö. Bildungsdirektion werden in Kooperation mit den oö. Schulärztinnen und Schulärzten Beratungsgespräche am jeweiligen Schulstandort organisiert und angeboten, darüber hinaus wurde eine eigene schulärztliche Beratungshotline eingerichtet, an die sich Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Schülerinnen und Schüler mit ihren Fragen zur Impfung wenden können. Die Hotline zur Impfung für Kinder und Jugendliche ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 13 Uhr unter 0732 / 70 71 – 9222 erreichbar.

Auf der neuen Landingpage www.land-oberoesterreich.gv.at/ooe-impft-kinder.htm sind die wichtigsten Informationen zur Kinderimpfung, Buchungsmöglichkeiten, Faktenchecks, Interviews mit Kinderärzten sowie ein kindgerechtes Erklär-Video zu Corona und zur Impfung zu finden.

Eltern und Erziehungsberechtigte haben verständlicher Weise oft viele Fragen rund um die Kinderimpfung. Hier die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu haben, ist wichtig. Darum stellen wir in Oberösterreich ein besonders umfangreiches Beratungs- und Aufklärungsangebot zu Verfügung – direkt in den Kinderimpfstraßen, bei den Haus- und Kinderärztinnen und –ärzten im niedergelassenen Bereich, durch die Schulärztinnen und Schulärzte, mit einer eigenen Hotline und im Internet. Dafür allen Beteiligten herzlichen Dank!“, so die Gesundheitslandesrätin.

Foto: Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe