COVID 19: Teststrategie wird der neuen Situation nach Vorgaben des Bundes angepasst

Hauptaugenmerk auf Personal in Spitälern sowie Alten- und Pflegeheimen

Knapp fünf Wochen nach Ausbruch der COVID 19-Infektionen in unserem Land wird in Oberösterreich die Teststrategie der derzeitigen neuen Situation angepasst und nach den Vorgaben des Bundes sowie der WHO adaptiert. Dafür wird eine eigene Taskforce im Krisenstab eingesetzt, die künftig die Testungen koordiniert. Geleitet wird diese Gruppe von Dr. Stefan Meusburger, MSc, medizinischer Geschäftsführer im Ordensklinikum Linz. „Die allgemeinen Testungen sind im Abnehmen. Das hat mit der Wirkung der gesetzten Maßnahmen zu tun. Das zeigt auch der Rückgang der Anrufe bei 1450 von mehr als 2000 auf derzeit rund 600 täglich“, sagen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und LH-Stv. Gesundheitsreferentin Mag. Christine Haberlander: „Grundsätzlich gilt, dass die Anzahl der Testungen von rund 1000 täglich aufrecht gehalten wird. Wir nutzen die freien Testkapazitäten, um im Sinne der Priorisierung besonders schutzbedürftige Einrichtungen noch besser zu schützen. Für einen zielorientierten Einsatz der Tests wird die Taskforce unter der Leitung von Stefan Meusburger sorgen.“

In der aktuellen Situation konnte eine Verzögerung der Verbreitung erreicht werden. Jetzt gilt es weiter die Versorgungsfähigkeit des Gesundheitssystems sicherzustellen.

Daher wird nach den Vorgaben des Bundes folgende Vorgangsweise gewählt:

Die Verlangsamung der Verbreitung kann durch maßvolle und effektive Maßnahmen wie Tragen von Nasen-Mundschutz, Quarantäne und Einhaltung des Mindestabstands erreicht werden.

Der Fokus der Testungen liegt im Bereich der Gesundheitsversorgung. Die Testung von „Verdachtsfällen“ dient vordringlich der Verhinderung einer zu raschen Ausbreitung der Erkrankung unter dem Gesundheitspersonal, das für die Versorgung von Kranken essenziell ist. Das ist vor allem Personal in Krankenanstalten sowie in Alten- und Pflegeheimen. Ziel ist, in diesen Bereichen gezielt und möglichst effektiv COVID-Patienten betreuen und Risikogruppen wie ältere MitbürgerInnen schützen zu können. Bei den mobilen Diensten und Rettungsdiensten erfolgt ebenfalls eine Testung, wenn Symptome vorhanden sind bzw. wenn mit COVID 19-Patienten Kontakt bestanden hat.

„Natürlich werden weiterhin auch andere Personengruppen getestet, wenn es notwendig ist. Mit diesem zielorientierten Einsatz und der Steuerung durch die Taskforce gehen wir davon aus, dass wir im Kampf gegen die Verbreitung des Virus wichtige Einrichtungen wie Spitäler und Alten- und Pflegeheime besser schützen können“, stellen Stelzer und Haberlander klar.

Foto Land OÖ